15. März 2020

Land NRW schränkt ab Mittwoch in vielen Bereichen ein

Petra Blöß
Einkäufe zur Deckung des täglichen Bedarfs bleiben natürlich weiter möglich

Düsseldorf (DR). Aktuelle Pressemitteilung: Landesregierung beschließt weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie Einstellung von nahezu allen Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs-und außerschulischen Bildungsangeboten/ Schließung von „Amüsier-betrieben“ und Auflagen für EinkaufszentrenLaschet: So sehr die EinschränkungenOpfer bedeuten, so wichtig ist es jetzt, besonnen und entschlossen unser Leben zu entschleu-nigenDie Landesregierungteilt mit:In einer Kabinettsitzung hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen am Sonntag, 15. März 2020, weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie beschlossen.Noch am Sonntag sollen durch Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs-und Bildungsangebote im Land eingestellt werden. So müssen bereits ab Montag alle so genannten „Amüsierbetriebe“ wie zum BeispielBars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos, Museen schließen. Eine gleiche Regelung ergeht für Prostitutionsbetriebe.Ab Dienstag ist dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm-und Spaßbädern sowie Saunen untersagt. Ebenso ab Dienstag sind Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport-und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahr-nehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich nicht mehr gestattet.Der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „Shopping-malls“ oder „factory-out-lets“ soll nur zur Deckung

des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sein –nicht zuletzt auch um zu vermeiden, dass sich Schülerinnen und Schüler nach den Schulschließungen ab Montag hier in größeren Gruppen versammeln.Die Schließungen und Auflagen sollen unabhängig von der je-weiligen Trägerschaft oder von den Eigentumsverhältnissen gelten.Damit die Versorgung mit Lebensmitteln, Bargeld, Bekleidung, Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs sichergestellt ist, bleiben, Banken, Einzelhandelsbetriebe, ins-besondere für Lebens-und Futtermittel, Apotheken und Dro-gerien geöffnet. Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden, die eine Verbreitung des Corona-Virus verhindern.Ministerpräsident Armin Laschet erklärt dazu: „Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen. Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige soziale Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden. So sehr das für viele Menschen ein Opfer und eine Einschränkung bedeutet, so wichtig ist es jetzt, besonnen, aber auch entschlossen unser Leben zu entschleunigen.“Die Regelungen sollen zunächstbis zum 19. April 2020 gelten, analog zu den bereits am Freitag verfügten Schließungen von Schulen und Kindertageseinrichtungen. Danach soll auf der Grundlage einer aktuellen Lage-Einschätzung des Robert-Koch-Instituts über das weitere Vorgehen entschieden werden.