27. Mai 2019

Ein "Weltenbummler im Rietberger Land" ist neuer Schützenkönig

Petra Blöß
Andreas Westhoff regiert in Bokel

Andreas Westhoff (mitte) direkt nach dem Siegestreffer. Foto: Petra Blöß

Rietberg-Bokel (pkb). Na, das nennt man wohl einen "Weltenbummler" im Rietberger Land. Denn: Bokels neuer König Andreas Westhoff schlägt Brücken zwischen den Stadtteilen. Geboren ist er in Westerwiehe, sein Zuhause liegt in Druffel, seine Königin Carina ist gebürtige Bokelerin, und sein Unternehmen liegt an der Batenhorster Straße. Vor zwei Jahren sammelte er Erfahrungen in Sachen Repräsentation für eine Schützengemeinschaft, denn da gehörte er dem Druffeler Thron an. Aber, schon seinerzeit ließ er verlauten, wenn König, dann in Bokel. Denn seine Schwiegereltern können ihm da wertvolle Tipps geben für die eigene Regentschaft. Genau vor 25 Jahren waren Mathilde und Heinz-Dieter Schnusenberg das Königspaar der St.-Hubertus-Gemeinschaft.

Eigentlich herrschte heute allerfeinstes "Kaiserwetter" auf dem großen Doppschen Festgelände im Herzen des Dorfes. Doch warum Kaiser, wenn es noch so viele Königsanwärter gibt? Die nämlich scharten sich um die Gewehranlage, um dem hölzernen Adler den Garaus zu machen. Nicht wenige hielten lange durch und bis zuletzt schien es nicht sicher, ob Andreas und Carina Westhoff ihren Traum würden erfüllen können.Erst als um Punkt 13.30 Uhr der letzte Span noch an der Schraube hing, da war der dem 37jährigen Ex-Kükendörfler vergönnt, zu jubeln - und das tat er ebenso lautstark und ausgiebig wie die Kameraden. Die Schlange der Gratulanten auf dem proppevollen Festplatz wollte gar nicht mehr abreißen. 256 Schuss waren nötig, und die meisten waren ausnehmend gut gezielt, um die neuen Regenten, Eltern zweier Söhne und mit einer Residenz am Druffeler Schnellweg, in den MIttelpunkt zu rücken. Zuvor wurde natürlich auch schon reichlich gestrahlt, immer dann, wenn eine der begehrten Insignien in die Hände neuer Besitzer wechselte. Die landeten übrigens ausnahmslos bei den Mitgliedern des bisherigen Throns. König Christian Sudbrock konnte sich zum Trost den Abschied mit dem Zepter versüßen, Daniel Mertens erwischte die Krone und über den Apfel freute sich mit Johanna Stüker eine Frau.

Dem spannenden Bewerb vorangegangen war eine harmonische Frühstücksrunde, an der die Grünröcke nach der Schützenmesse, zelebriert von Pfarrer Andreas Zander, in großer Zahl teilnahmen. Vor dem großen Auditorium wurden reichlich Ehrungen ausgesprochen, so unter anderem jene, die sich gezielt an langjährige Mitglieder richtete. Im Mittelpunkt: Johannes Jungewelt, er ist seit 60 Jahren in der Bruderschaft. Fünf Jahrzehnte bereit halten Heinz Brentrup, Hubert Kerkemeier, Hermann Sudbrock und Bernhard Brockschnieder dem Verein die Treue. Mit dem Hubertusorden wurde in diesem Jahr Josef Böckmann überrascht, seit 1958 Mitglied und jahrzehntelanger Aktivposten mit einem umfangreichen Aufgabengebiet.

Bereits zum Auftakt hatten Bernd Sudahl und Willi Sieweken aus der Hand von Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier Silberne Verdienstkreuze erhalten. Der Sonntagabend gehörte den Jungschützen, sie feierten nac heinem nicht einmal einstündigen Wettbewerb den 22jährigen Schlosser Niklas Martinschledde und die 20jährige Augenoptikerin Katharina Brormann als neues Nachwuchskönigspaar. Die Insignien in diesem Vogelschießen gingen an Niklas Sudahl Krone), Tim Wimmelbücker (Apfel) und Daniel Biermann (Zepter).

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