5. März 2019

Sessionsende mit Bilanz der Behörden und Hilfskräfte

Petra Blöß
Noch 14 Tage dauert die Aufhübschung der Altstadt

Damit ist die Session beendet. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg (DR/pkb). Das war ein kurzes, aber intensives Vergnügen für die Rietberger Jecken: Zwei Tage lang, also seit Sonntag, lag die Schlüsselgewalt über das Rathaus in ihren Händen. An Veilchendienstag haben die beiden Prinzenpaare der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft Rietberg die goldenen Eintrittskarten in die Verwaltungsgebäude an Bürgermeister Andreas Sunder zurückgegeben. Nicht ganz freiwillig, versteht sich, denn das Ende der Narrenregierung fällt nach einer tollen Karnevalssession verständlicherweise schwer. Das Foto zeigt das Kinderprinzenpaar Emilia I. Vertkersting und Maximilian I. Tölle, das Prinzenpaar Dagmar I. Vertkersting und Marco I. Rüschkamp sowie Bürgermeister Andreas Sunder.

Stadt und DRK informierten ebenso wie die Kreispolizeibehörde zur Bilanz der tollen Tage. Nachstehend die Pressemitteilungen:

Das DRK:

Resümierend können wir als DRK Ortsverein Rietberg nach den drei Straßenkarnevalstagen auf ein recht ruhiges und friedliches Einsatzgeschehen in Rietberg zurück blicken.

Nachdem bereits im Vorfeld die sanitätsdienstliche Absicherung der diversen Sitzungen reibungslos vonstattenging, galt unsere Konzentration in den letzten Tagen nun dem Straßenkarneval als Höhepunkt des karnevalistischen Treibens.

Bereits in unserer Pressemitteilung vom 25. Februar referenzierten wir auf eine erfolgreiche Anwendung des seit einigen Jahren bewährten Einsatzkonzeptes. Dieses hat sich zum Rosenmontag gleichermaßen dargestellt.
Mit Jugendhilfe, städtischen Ordnungsbehörden und Polizei verlief die Zusammenarbeit erneut reibungslos.

Während des Straßenkarnevals wurden wir von DRK Kameraden aus Augustdorf, Bielefeld, Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Herford, Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Lippstadt, Minden, Paderborn, Schloß Holte-Stukenbrock, Verl und Versmold unterstützt. Für die Kommunikations- und Funktechnik haben wir uns erneut auf die gute Unterstützung der Informations- und Kommunikationsgruppe des Kreises Gütersloh (IuK) verlassen können.

Am Altweiberdonnerstag haben wir die medizinische Absicherung mit 77 Helfern, am Sonntag mit 4 Helfern und am Rosenmontag mit 75 Helfern sichergestellt, Am Donnerstag als auch am Montag hatten wir jeweils zwei Notärzte im Einsatz.

Alles in Allem können wir eine recht durchschnittliche Bilanz ziehen:
An Hilfeleistungen waren für uns 73 Hilfeleistungen am Donnerstag und 66 Hilfeleistungen zu verbuchen, wovon am Donnerstag 13 und am Rosenmontag sieben Patienten in umliegende Krankenhäuser verbracht werden mussten. Alle weiteren Verletzungen und Erkrankungen waren minder schwer und konnten nach einer Versorgung durch uns nach Hause, bzw. ins weitere Karnevalsgeschehen entlassen werden.

Durch unsere Helfer im medizinischen Bereich wurden über die drei Tage insgesamt eine Summe von ca. 2.400 ehrenamtlichen Einsatzstunden geleistet.

Insgesamt wurden 37 alkoholisierte Personen behandelt. Von denen waren am Rosenmontag fünf minderjährig.

 

Die Pressestelle der Stadtverwaltung:

Wo Tausende feiern, da bleiben anschließende Aufräumarbeiten nicht aus. Mit 15 Mitarbeitern war das Team des städtischen Bauhofes am Dienstag schon um 7 Uhr auf den Beinen, um die Innenstadt von den Überresten des Straßenkarnevals zu befreien. Plastikbecher und -fläschchen, Pappteller und Zigarettenschachteln, aber auch einige Reste von Luftschlangen und Kostümen wurden zusammengefegt. Bis Mittag war ein einigermaßen ordentlicher Zustand zumindest auf der Rathausstraße wieder hergestellt. In den Nebenstraßen und den Wallanlagen wird es indes noch einige Tage dauern, bis das Bauhofteam wieder alles gesäubert hat.

Herzlichen Dank sagte Bürgermeister Andreas Sunder der Bauhof-Mannschaft, deren Aufgabe es zwar ist, die Stadt sauber zu halten. „Doch noch solchen Ausnahmetagen wie am Rosenmontag ist dies doch eine besondere Zumutung.“ Seit Altweiber am Donnerstag bis zum Dienstagmorgen sind rund 25 Kubikmeter Müll zusammengekommen. „In etwa so viel wie im Vorjahr“, erklärt Bauhofleiter Jens Hökenschnieder. Außerdem mussten seine Kollegen die Beschilderung rund um den Stadtkern entfernen, die auf die Sperrung der Innenstadt hin- und Umleitungen auswies. Noch etwa zwei Wochen wird es dauern, bis in der Kernstadt auch die Blumenbeete und -säulen aus ihren hölzernen Schutzkästen befreit sind und die Rathausstraße wieder in ihrem üblichen Bild erscheint.

Die Polizei:

Nach dem Rosenmontag
zieht die Polizei eine erste Bilanz für die Hochburgen im Kreis
Gütersloh:

Die Bilanz bezieht sich auf den derzeitigen Erkenntnisstand und
ist möglicherweise noch nicht abschließend. Gegebenenfalls wird
nachberichtet, falls weitere Straftaten bekannt und angezeigt werden.

Rietberg:

Mehrere Tausend Karnevalisten feierten fröhlich und überwiegend
friedlich den Rosenmontag in Rietberg; die Zelte und die Gaststätten
waren gut besucht.

Insgesamt wurden zwei Personen in Gewahrsam genommen. Gegen 15
Teilnehmer erteilten die Beamten Platzverweise. Insgesamt sieben
Strafanzeigen wurden gefertigt, drei davon wegen Beleidigung, drei
wegen eines Körperverletzungsdelikts sowie eine wegen eines
Betäubungsmitteldelikts.

 

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