4. März 2019

Die besten Umzüge ever? Toller Rosenmontag an der Ems

Petra Blöß
Wagenbauer liefern Meisterwerke ab - Kinder strahlen in der Sonne

Rietberg (pkb). Wie gut, dass die Verantwortlichen die Wetterprognosen für diesen Tag in die Wüste geschickt haben! Einen solchen Umzug nicht stattfinden zu lassen? Es wäre schändlich gewesen! Eine solche Mischung und Anhäufung von großen, großartigen Wagen mit aufwändigsten, dabei witzigen und pfiffigen Aufbauten hat es unter den historischen Giebeln noch selten gegeben. Die vielen Besucher am Straßenrand kamen kaum aus dem Staunen heraus, denn nicht nur, dass die Wagenbauer und die Fußtruppen jede Menge toller Einfälle hatten, sie nutzten auch noch reichlich lokale Themen und nahmen humorvoll so manch örtliche Begebenheit genau unter die Lupe. Die einen Prominenten" traf es dabei mehr, die anderen weniger. Pfarrer Andreas Zander musste damit leben, dass er mit seiner Absicht, die Linden auf dem Fiedhof zu fällen, den Jecken eine wahre Steilvorlage geliefert hatte. Dass auf eben diesem Friedhof auch schon das Outlet und das Parkhaus ruhen, davon zeugten große Grabsteine auf dem entsprechenden Mottowagen. "Pfarrer mit Stihl" wurde Zander tituliert, und Karnevalisten schwenkten fröhlich Nachbauten der Motorsägen durch die Luft. Sunder und Co ins Dschungelcamp, und dieses im Klostergarten installieren - eine Idee der Narren, die wohl keine Nachahmung finden wird. "Grasfaser statt Glasfaser", so machten die Jecken sich lustig über die allzulange Dauer der Anbindung ans schnelle Datennetz. Ob Dasshorst AG oder Varenseller Wagenbauer, letztere mit einem gigantischenn Elefanten als Hilfsmittel gegen den Feinstaub durch Diesel, ob GKGR-Elferratswagen oder die Jugend-Musical-Bühne, es war schlichtweg gigantisch - von allen. 83 Einheiten schlängelten sich als närrischer Lindwurm durch die Stadt, erstmals vorbei auch an einer rauch- und alkoholfreien Schutzzone für Eltern mit Kindern. Überwältigt vom Empfang und den Menschenmassen, die sie feirten, zeigten sich nicht nur die Rietberger Prinzenpaare aus drei Stadtteilen sondern auch die gekrönten Gäste aus dem Delbrücker Land und die Abordnung der befreundeten Jecken aus dem sächsischen Dahlen.

Schon morgens waren, auch hier den Sturmprognosen zum Trotz, die Kinder in einem eigenen Umzug unterwegs. Rund 1.200 Mädchen und Junge marschierten mit Lehrern, Erziehern und Elternbegleitung vor auch d a schon reichlich Publikum entlang. Wegen der Witterung wurde auf längere Vorstellungen verzichtet und das Tempo schneller angeschlagen als sonst. Im unerwarteten Sonnenlicht präsentierten sich die Nachwuchsnarren bunt, farbenfroh und fröhlich, und lebten Itegrtion, denn erstmals war auch eine Gruppe des VKM für Menschen mit Beeinträchtigung mitten drin dabei.

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